Trockenbau

Trockenbau ist im weitesten Sinne die Anfertigung raumbegrenzender Konstruktionen im Innenausbau. Der Trockenbau hat in vielen Bereichen des Innenausbaus die traditionell-handwerklichen Verfahren abgelöst bzw. ergänzt. Von Trockenbau wird dann gesprochen, wenn bei den Bauverfahren keine wasser- oder lösemittellöslichen Baustoffe wie Mörtel oder Beton zur Herstellung baulicher Konstruktionen eingesetzt werden.

Vorteile des Trockenbaus

• Kostenersparnis
• Materialersparnis
• Zeitersparnis
• technologische Sicherheit
• konstruktive Systematik
• architektonische Vielfalt

Klassisches Grundelement des Trockenbaus ist die Gipskartonplatte, im Grundsatz bestehend aus Gips, Wasser und Papier. Zur Erreichung der Brandschutzeigenschaften oder der Feuchtraumtauglichkeit, aber auch aus Gründen der Statik werden zum Teil Zusatzstoffe oder Fasern beigefügt oder eine Tränkung vorgenommen.

Mittlerweile garantieren fast alle Hersteller auch die baubiologische Unbedenklichkeit der von ihnen verwendeten Bau- und Zuschlagstoffe, was dem Trockenbau einen besonderen Stellenwert in der ökologischen, gesundheitsorientierten Bauweise einräumt.

Im Trockenbauverfahren werden raumteilende Wände errichtet oder verkleidet, Montagewände für die unterschiedlichsten Verwendungszwecke und Installationen entstehen, Decken werden abgehängt oder mit Dekoren verziert, Raum für Dämmungen, Isolierungen oder Installationen geschaffen, Einbauten vorgenommen oder im Fußbodenbereich beispielsweise Leitungskanäle erstellt. Neben baulichen Standardlösungen brillieren Trockenbauten vielerorts als besondere architektonische Highlights im Innenausbau: Schwebende Raumteiler, Licht durchflutete Kassettendecken, atriumartige Schlafräume, raummittig stehende Kamine, geschwungene Wände zur variablen Büroeinteilung, futuristische Empfangstheken. Moderne Wohn- und Arbeitswelten sind ohne den Trockenbau nicht mehr vorstellbar.